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Presse
29.03.2011, 22:46 Uhr | Übersicht | Drucken
Antrag der CDU-Fraktion zum infans-Konzept in Schwäbisch Hall

Die CDU-Fraktion im Schwäbisch Haller Gemeinderat stellt folgenden Antrag:
 
Abänderung des in den städtischen Kindertageseinrichtungen eingeführten Infans-Handlungskonzepts durch Integration bewährter Erziehungs- und Bildungsformen.


Das von der Verwaltung bei den städtischen Kindertagesstätten eingeführte Infans-Konzept hat teilweise bei Erzieherinnen und Eltern Akzeptanz gefunden, teilweise stößt das Konzept jedoch in einem bisher nie gekannten Ausmaß auf Unverständnis und teilweise auf Ablehnung bei Eltern. Es gibt Kindertagesstätten wie zum Beispiel in Gelbingen oder Breitenstein, bei denen dringender Abänderungsbedarf erkennbar geworden ist. Die unterschiedliche Ausstattung der Kindertagesstätten und die stark divergierenden Meinungen der Elternschaft sollten nicht weiter von der Verwaltung ignoriert oder polarisiert werden, sondern Verbesserungsvorschläge sollten positiv aufgenommen werden. Denn das schönste Konzept nützt nichts, wenn es nicht funktioniert.
 
 
Integration bewährter Erziehungs- und Bildungsformen in das mittlerweile eingeführte Infans-Konzept
                                                        
 Das heißt im Einzelnen:  
 
1.   Wiederaufnahme von Stammgruppen
 Begründung:
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In den Stammgruppen haben Kinder mehr Sicherheit, Halt und Orientierung im Haus und
besonders ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl als in ständig wechselnden Gruppen der neu eingeführten Bildungsbereiche (Bildungsinseln).
In diesem Zusammenhang wird die Ausgrenzung von bestimmten Kindern vermieden. Beispiel: individuelle Geburtstagsfeiern.
Kein Aussuchen der gewünschten Feier nach ‚Katalog’ (z.B. Kochgeburtstag – vier Kinder kochen/acht feiern - viel zu personalintensiv)
 
2.   Wiedereinführung des Morgenkreises
Begründung:
 
Der bei „Infans“ existierende Morgentreff, in dem die Kinder darüber informiert werden, was angeboten wird und wo sie sich beteiligen können, sollte wieder als Morgenkreis in altershomogenen Stammgruppen stattfinden.
Hier sollten Rituale (Lieder gemeinsam singen, Gedichte, Fingerspiele, Jahreszeiten, Vermittlung orientierender Werte, Traditionen etc.) regelmäßig ihren Platz haben.
Dies ist trotz der Bildungsinseln, die von ErzieherInnen betreut/beaufsichtigt werden, möglich, wenn es feste Zeiten – nach Eintreffen der Kinder – für den Morgenkreis gibt. Danach steht es den Kindern immer noch frei, sich individuell zu den Bildungsinseln zu begeben.
 
3.   Gemeinsame Essenszeiten nach Gruppen
Begründung:
 
Einrichtung eines „Zeitfensters“ bezüglich der Essenszeiten, da manche Kinder durch das Raster fallen und nichts essen – besonders wichtig bei Kindern, die sich länger als 5-6 Stunden in den Kitas aufhalten.
Vorteil: wenn sich das Essen nicht über Stunden verteilt, ist es auch nicht so personal- und damit kostenintensiv.
Individuellen Hungergefühlen kann man - wenn nötig - trotzdem gerecht werden, indem ein Kind, das erst später essen möchte, die folgende Gruppe besucht.
                    
4. Einrichten einer rudimentären Multifunktionalität in allen 
Räumen/“Bildungsinseln“
Begründung:
 
In jedem Raum(Bildungsinsel) sollten Kinder die Möglichkeit haben, nicht nur ein Bildungsangebot zu nutzen, sondern später erwartete Grundfertigkeiten ebenfalls einüben zu können, wie basteln, schneiden, malen.
Grund: Es gibt Kinder, die sich wegen der Bezugsperson schwerpunktmäßig nur in dem von
 
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dieser Person betreuen Raum aufhalten – daher sollte ein individuelles Angebot zusätzlich vorhanden sein.
Demzufolge ist es nötig, „ausreichende Sitzgelegenheiten für Kinder in jedem Raumzur Verfügung zu stellen. 
 
 
5. Gezielte Vorschulerziehung
 
Begründung:
Nachdem der Orientierungsplan Bildung in besonderem Maße hervorhebt, sollten sich die Kinder, die im folgenden Jahr die Grundschule besuchen, dessen bewusst sein und in altershomogenen Gruppen mindestens drei Mal in der Woche zu festen Zeiten – kann man als Projekt auslegen - treffen und in enger Abstimmung mit den Grundschulen auf die benötigten Fertigkeiten und Fähigkeiten in der GS vorbereitet werden.
 
 
6. Sprachförderung in Einzelgruppen
 
Begründung:
 
Der Sprachförderung sollte deutlich mehr Gewicht gegeben werden. Hier könnten Kleingruppen mit Kindern ähnlicher Schwierigkeiten gefördert werden.

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